Alpenpreisspielräume

Im Zuge der Überlegungen zu Finanzierungsmodellen für den Brennerbasistunnel werden unterschiedliche Infrastrukturbenutzungsentgeltszenarien am Brenner entwickelt und auf ihre Wirkungen auf das Verkehrsaufkommen über die Alpen untersucht. Dabei wird das Wechselspiel einerseits zwischen den beiden Verkehrsträgern Straße und Schiene und andererseits zwischen den relevanten Alpenübergängen überprüft.

Dazu ist es notwendig, vergleichende Kostenrechnungen zu erarbeiten, um einschätzen zu können, wie der Schienenkorridor über den Brenner jetzt und unter Berücksichtigung des Tunnels im Vergleich zu anderen Alpenübergängen und anderen Verkehrsträgern bezüglich seiner Kosten für die Benutzung (Betriebskosten und IBE für die Eisenbahnverkehrsunternehmen) einzuordnen ist.

Um eine solche Einordnung des BBT und seiner Kostensituation ermöglichen zu können, ist es zunächst notwendig, eine detaillierte Kostenrechnung bezüglich der Betriebskosten für die EVUs derzeit über die Bergstrecke zu ermitteln, um diese in einem ersten Schritt den ebenfalls zu ermittelnden Betriebskosten mit dem BBT gegenüberstellen zu können. Dies ermöglicht eine erste Einschätzung, wie hoch ein zukünftiges IBE für den BBT sein kann, ohne die Schienenstrecke für ein EVU mit BBT teurer als ohne BBT werden zu lassen.

In einem weiteren Schritt erfolgt eine verkehrsträgerübergreifende vergleichende Kostenrechnung des Brenner-Schienenkorridors mit den anderen relevanten alpenquerenden Korridoren, um die Kotenauswirkungen des BBT auch verkehrsträger- und korridorübergreifend einschätzen zu können. Dazu ist neben einer Kostenrechnung für die EVUs (auf Basis der Berechnung für die oben angeführte Vergleichsrechnung am Brenner) eine Kostenrechnung für den Verkehrsträger Straße (Betriebskosten und Maut für die Frächter) durchzuführen.


Auftraggeber:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bm:vit)

Projektlaufzeit: Februar 2005 – August 2005

Projektpartner:

keine

Weitere Informationen:

DI Norbert Sedlacek
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